CLUB-MEETING IM JANUAR: Das Ziel – Selbstbestimmt und gewaltfrei leben

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Die Leiterin des Frauenhauses Ingolstadt, Andrea Schlicht, war beim Januar-Meeting zu Besuch und informierte über die Arbeit des Frauenhauses, das u.a. von der Caritas, der Stadt Ingolstadt und den Landkreisen Eichstätt und Pfaffenhofen getragen wird.
Kontakt zum Frauenhaus aufnehmen können alle Frauen, die im häuslichen Umfeld physische, soziale, emotionale oder sexuelle Gewalt erleben. Ausgeübt durch Partner, erwachsene Söhne oder Familien. Die Gewaltausübung wird erleichtert und unterstützt durch fehlende Sprachkenntnisse der Frauen, ökonomische Abhängigkeiten und Isolation. Das zugrunde liegende Muster kann mit "Macht und Kontrolle" über die Frauen beschrieben werden.
Das Frauenhaus ist eine Schutzeinrichtung. Aktuell stehen Plätze für 14 Frauen und 18 Kinder zur Verfügung. Die Auslastung liegt zwischen 80 und 90 %.
Die Frauen erfahren Wertschätzung und Respekt, werden unterstützt bei Behördengängen und Anträgen und vor allem begleitet auf ihrem Weg zu einem selbständigen Leben.
Dreißig Ehrenamtliche unterstützen die hauptamtlichen Sozialpädagoginnen und Erzieherinnen, z. B. bei der 24/7 Rufbereitschaft, bei Arztbesuchen und der Kinderbetreuung.
Präventiv arbeitet das Frauenhaus auch an Schulen. Mit dem Programm PräGe-Prävention wird Gewalt in ersten Teenagerbeziehungen thematisiert.